SpecOps - The Line (PS3)

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Das meint die 4Players-Redaktion:
Spec Ops lebt von seiner bedrückenden Atmosphäre, der Geschichte und moralischen Entscheidungen samt ihrer Konsequenzen. Die durchschnittliche Action verhindert aber den Vorstoß in höhere Wertungsregionen.
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Überblick des Herstellers

Spec Ops®: The Line™ ist der nächste große Shooter von 2K Games, dem Publisher preisgekrönter Spielereihen wie BioShock® und Borderlands™. Spec Ops: The Line, das derzeit von YAGER entwickelt wird, ist ein provokativer, cineastischer Third-Person-Militärshooter, der das Moralgefühl der Spieler herausfordert und sie mit unsäglicher Sittenlosigkeit konfrontiert, während ihre Reise ins Herz der Finsternis sie vor brutale Entscheidungen auf Leben und Tod stellt.

Die aufreibende Geschichte von Spec Ops: The Line spielt inmitten der verwüsteten Pracht von Dubai. Den einstigen Spielplatz der Superreichen hat die Natur wieder an sich gerissen und im fürchterlichsten Sandsturm aller Zeiten begraben. In Spec Ops: The Line schlüpft der Spieler in die Rolle von Captain Martin Walker, dem Anführer eines Delta Force-Eliteteams, das den Auftrag hat, die gefährliche Region zu infiltrieren und U.S. Army Colonel John Konrad nach Hause zu holen.

Die Handlung wird bis zum Zerreißen spannend durch ultrarealistische Einsätze gegen Feinde, die den Tod nicht fürchten und deren einziges Ziel die Zerstörung ist. Der Spieler muss sich verschiedene Kampftaktiken, authentische Militärwaffen und die Besonderheiten der Umgebung zunutze machen, um zu überleben. In Spec Ops: The Line gibt es dynamischen Sand, der sich zur Verteidigung einsetzen lässt. Ein gut gezielter Schuss kann eine Sandlawine auslösen, aber der Sand kennt weder Freund noch Feind und kann die Mission genauso gut voranbringen wie behindern.

Spec Ops: The Line bietet eine volle Ladung an Einzel- und Multiplayer-Optionen. Dazu gehören PvP- und teambasierte Modi wie auch die Möglichkeit, Charaktere aus zwei verschiedenen Fraktionen individuell anzupassen und im Rang aufsteigen zu lassen. Der starke Kontrast zwischen Dubais kühner, luxuriöser Architektur mit ihren schwindelerregenden Höhen und der Zerstörung draußen wie auch die eindringliche Handlung gepaart mit wilden Kampfsituationen machen Spec Ops: The Line zu einem Spiel, das man einfach gespielt haben muss.

 

Features:


- Erzählung mit Tiefgang: Die Geschichte von Captain Walkers Rettungsmission fordert den Spieler heraus, in schweren Entscheidungen notwendige Maßnahmen gegen moralische Verantwortung abzuwägen, denn Walkers Reise bringt ihn schnell an seine eigenen Grenzen.

- Prunk in Trümmern: Die Handlung entwickelt sich vor einem ebenso überwältigenden wie gespenstischen Hintergrund – den Ruinen von Dubai, das einst zu den reichsten Städten der Welt zählte und jetzt vom Sandsturm leergefegt daliegt. Dubais kühne, luxuriöse Architektur ist trotz der Bedrohung durch die allgegenwärtigen Sandstürme immer noch eindrucksvoll präsent. Opulent ausgestattete Innenräume stehen in krassem Gegensatz zu den schwindelerregenden Höhen und der massiven Zerstörung außerhalb der extravaganten Gebäude.

- Dynamischer Sand: Entledigen Sie sich Ihrer Feinde, indem Sie sie mit einem strategisch platzierten Schuss unter rutschenden Sandmassen begraben. Hüten Sie sich gleichzeitig vor plötzlich auftretenden orkanartigen Sandstürmen. Die weiten Sandflächen Dubais scheinen zum Leben zu erwachen und stellen eine gewaltige, unberechenbare Kraft dar, die Ihre Mission gleichermaßen weiterbringt wie behindert und Ihnen allerlei neue Interaktionen und Taktiken ermöglicht.

- Brutale, hautnahe Action: Tun Sie sich in hitzigen Feuergefechten mit intelligenten, einfallsreichen Truppkameraden zusammen. Dank der leicht zugänglichen Kampf- und Truppensteuerung können Sie sich rasch in den Kampf stürzen, die rohen Zerstörungskräfte Ihrer authentischen Waffen entfesseln und sich mit vollem Körpereinsatz im Nahkampf bewähren.

- Endloses Multiplayer-Spiel: Zusätzlich zum Einzelspieler-Storymodus bietet Spec Ops: The Line eine breite Palette an Multiplayer-Optionen. Dazu gehören ein noch nie da gewesener Modus mit besonderer Verbindung zur Haupthandlung, diverse Modi, um gegeneinander oder im Team zu spielen, und die Möglichkeit, Charaktere aus zwei völlig unterschiedlichen Fraktionen individuell und persönlich zu gestalten und im Rang aufsteigen zu lassen

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Produktinformationen

Produkt-Typ: Spiel
Release-Datum: 29.06.2012
Sprache Handbuch: -
Sprache Gesprochenes: -
Sprache Text: -
System: PlayStation 3
Usk: ab 18 Jahren
Genre: Action
Publisher: Take 2
Studio: -

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Kundenrezensionen

12.08.2012
Von TheInfamousBoss

Pro:
- gefühlsmäßig ungewohnte, sehr intensive Kriegsatmosphäre mit ständiger Hinterfragung des Geschehenden
- gute Grafik mit ordentlichen (Ragdoll-)Animationen
- sehr gute Sprecher auf englisch, interessanter Soundtrack
- kleinere Fast-Horror-Momente (Schaufensterpuppen, die sich in Gegner verwandeln usw.)
- Kriegsgräuel schonungslos gezeigt
- spaßige Deckungs-Action mit vielen Waffen
- ordentliche KI der Kameraden, welche überlebenswichtig sind
- interessanter Storyverlauf
- vier verschiedene Enden
- Gegner auch alleine eine Bedrohung
- origineller Dubai-Schauplart
- nette Sandfallen
- nie unfair auf normalen Schwierigkeitsgrad
- brutale Finishingmoves, die mit Munition belohnt werden
- deutsche Version unzensiert
- Charaktere verändern sich im Spielverlauf deutlich
- Wiederspielwert durch interessante, intensive Entscheidungsmomente
- Rail-Sequenzen wirken nicht aufgesetzt
- spannende, alternative Stealthparts, in denen die Kameraden gerne mal alleine aufräumen

Kontra:
- viel zu kurz (max. 5 Stunden)
-
- Schießereien gegen etwas zu große bzw. zu viele Gegnerwellen
-
- auf "FUBAR" nicht immer nur schwer, sondern auch oft extrem unfair
-
- Steuerung nicht optimal (z. B. Sprinten und Deckung auf einer Taste, oder begrenzte Richtungen des rechten Analogsticks)
-
- gameplaymßig bis auf die viel zu seltenen Fallen nichts Originelles
-
- recht statische Umgebungen ohne Physikspielereien

Fazit:
"Spec Ops: The Line"... oder: "Kognitive Dissonanz" Letztere Beschreibung eines unangenehmen Gefühlszustandes wäre ein interessanter Titel für dieses Spiel gewesen. Allerdings würden die endgültigen Verkaufszahlen dann wohl etwa die Hälfte der jetzigen erreichen. Denn viele Spieler, nein, ich nenne sie jetzt mal Mainstreamhuren, erwarten einen 3rd-Person-Shooter mit Militär-Setting und massig Skripts. Anspruchslose Ballereien ohne Sinn und Verstand. Ohne Hinterfragung des Gesehenen und selbst Verursachten. Diese Mainstreamhuren sind sicherlich auch der Grund dafür, dass "Spec Ops: The Line" nicht noch mehr werden konnte, als es letztenendes ist. Ja, was ist es denn jetzt? Schon im Hauptmenü sieht man die amerikanische Flagge wehen. Dazu spielt "The Star Spangled Banner" in Jimi Hendrix' legendärer E-Gittaren-Version. "Cool!", denkt sich der anspruchslose Zocker. "GENIAL!", denkt sich der Hinterfragende. Denn genauso wie die amerikanische Hymne von Hendrix verzerrt, ja auseinandergenommen wird, wird hier die Psyche des Spielers auseinandergenommen. Die Story: Man spielt Captain Martin Walker, Squadleader einer Delta-Einheit. Seine zwei Kameraden: Adams, Spezialist für Nahkampf und Zerstörung, und Lugo, Sniper und Sani. Zu dritt sollen sie das von einem Sturm zerstörte Dubai evakuieren. Das 33. Battalion unter dem Kommando eines gewissen Konrad ist außerdem dort verschollen. Es soll der härteste Einsatz ihres Lebens werden. Zu den zwei Kameraden baut man während der intensiven, aber zu kurzen Kampagne eine richtige, kameradschaftliche Beziehung auf. Das schaffen nur die wenigstens Spiele. Und noch wichtiger: Die beiden sind unentbehrlich für die Mission (auch für das Gameplay an sich, helfen sie einem doch ständig aus der Patsche). Mit ihnen durchlebt man vor allem gegen Ende, als es hart auf hart kommt, für Spiele fast ungewohnte Gefühlswelten. Man empfindet Wut, lässt ihr freien Lauf, und wird selber zu einer Bestie des Krieges. Entscheidet man sich gegen die Wut, so kann man später bereuen, es nicht doch anders gemacht zu haben. Aber welche Wahl ist denn richtig? Diese Frage muss man einige Male im Spiel beantworten. Kognitive Dissonanz. Im krassen Gegensatz zu diesen brutalen, ausgezeichneten Entscheidungsmomenten stehen die unzähligen Schießereien gegen noch unzähligere Gegner. Klar, Krieg ist sinnlos, und das ständige Töten auch. Aber müssen es SO viele Gegner sein? Muss ich wirklich ca. 1000 Gegner in einem Durchlauf erledigen? Die Intensität leider während der Schießereien leider etwas. Dennoch: Sie machen aufgrund der Befehlsfunktion und der schlauen Kameraden mächtig Spaß! Die so oft hochgepriesenen, aber viel zu selten nutzbaren Sandfallen sehen nett aus, aber tragen kaum was zum Geschene bei. Höhepunkte sind kleinere Stealthsequenzen (dank aufschraubbarem Schalldämpfer), Schießereien inmitten von Sandstürmen, ein brutalster Angriff auf eine vermeintliche Gruppe von Gegnern mit weißem Phosphor und großem Kollateralschaden, Foltersequenzen (Stichwort "Sandboarding") sowie der Storyverlauf gegen Ende und die vier möglichen Enden selbst. Leider ist die Steuerung etwas zu ungenau. Walker geht nicht immer in Deckung, wenn man will, und der rechte Stick kennt irgendwie auch nur acht Richtungen (oben, unten, rechts, links und jeweils schräg). Das fällt vor allem beim Snipern unangenehm auf. Soundtechnisch werden oft Rocksongs geboten, die die Schießereien untermalen. Ein verrückter Radiomoderator sorgt stets für die passende musikalische Begleitung des Krieges. Auch die englische Sprachausgabe ist klasse. Als Sprecher von Walker fällt sofort Nolan North, bekannt u. a. aus "Uncharted" auf. Interessant: Je weiter man kommt, umso fieser und lauter werden seine Kommentare, und umso brutaler auch die Finishingmoves des Spielers. Grafisch wird man eigentlich nie umgehauen; nur eine Panoramaansicht von Dubai inkl. "The Palm" ist klasse. Dafür ruckelt es nie und wirkt immer stimmig. Auch die Animationen können sich sehen lassen. Keine Referenzklasse, aber durchgehend gut bis sehr gut. Wählbar sind vier Schwierigkeitsgrade, wobei der letzte, "FUBAR" ("Fucked Up Beyond All Recognition"), geradezu lächerlich schwer ist. Hunderte Tode sind vorprogrammiert. Für jeden ist also was dabei. Waffentechnisch darf man sich nicht beschweren: Von schallgedämpften Pistolen bis hin zu Mega-MGs und Raketenwerfern ist alles dabei. Die Auswirkungen der Waffen kann man übrigens auch in der deutschen Version bestaunen - es wird zerfetzt und abgetrennt, was das Zeug hält. Besonders cool: Kopfschüsse werden in Zeitlupe gezeigt. Wahrscheinlich konnte sich die USK auch nicht entscheiden: -Spiel zensiert = Sinn des Spiels geht verloren -Spiel unzensiert = Sinn unseres Jobs geht verloren Kognitive Dissonanz. Ich bewerte nur den Singleplayer. Und der rockt, trotz kurzer Dauer. Super Antikriegsatmosphäre, aber die Ballereien fallen etwas ab! 8,5 Punkte Info am Rande: Der Autor von "Heart of Darkness" hieß Conrad. ;)