Das meint die 4Players-Redaktion:
Zum vollständigen Test auf 4Players.de (Wertung: 82%)
Zwei Jahre nachdem Commander Shepard erfolgreich den Angriff von Reapern zurückdrängen konnte, die auf die Zerstörung allen organischen Lebens aus waren, bahnt sich nun ein neuer mysteriöser Feind an. Im Randgebiet des bereits erforschten Weltalls werden von etwas völlig Unbekanntem komplette Kolonien der Menschen entführt. Um diese Furcht einflössende und für die Menschheit größten Bedrohung aller Zeiten zu stoppen, liegt es nun an Shepard mit Cerberus zusammen zu arbeiten. Einer Organisation gewidmet dem rücksichtlosen Kampf für das Überleben der Menschheit.
Commander Shepard muss sich auf eine lebensgefährliche Mission begeben, gilt es nun für Shepard das Elite Team der Galaxie zusammenzustellen und das stärkste Schiff das jemals gebaut wurde zu kommandieren. Doch selbst damit, so sagen viele, sei dies purer Selbstmord. Commander Shepard möchte nun allen Zweiflern das Gegenteil beweisen.
| Produkt-Typ: | Spiel |
| Release-Datum: | 20.01.2011 |
| Sprache Handbuch: | Deutsch |
| Sprache Gesprochenes: | Deutsch |
| Sprache Text: | Deutsch |
| System: | PlayStation 3 |
| Usk: | ab 16 Jahren |
| Genre: | - |
| Publisher: | Bioware |
| Studio: | - |
Pro:
-Super Grafik
-kostenlose Zusatzinhalte
-Super Story
-viel Action
Kontra:
-Lange Ladezeiten
-Planet Scannen mit der Zeit langweilig
Fazit:
Ich werde die Tests bei 4Players wohl nie verstehen, Absolut geiles Spiel und lange Ladezeiten haben andere Spiele auch und die bekommen 90%
Pro:
- flüssigere Kämpfe und Animationen
- Shadow Broker + Projekt Overlord DLC kostenlos dabei
- gute Charaktere mit Persönlichkeit
- gute Story mit fulminanten Ende
- neue Engine mit besserer Grafik
- viele Entscheidungen, bspw. in Streitigkeiten
- Updates + Loyalität wirken sich auf das Ende aus
Kontra:
- stark beschnittenes Fertigkeiten
- System
- zu wenig weitreichende Entscheidungen
Fazit:
Die Geschichte
2 Jahre sind vergangen. Shepard arbeitet nun für Ceberus, eine Organisation die die Interessen der Spezies Mensch vertritt - mit Waffengewalt. Der Herr dieser Organisation ist der Unbekannte, im Original gesprochen von Martin Sheen. Dieser hat erhebliche Geldmittel in die Genesung Shepard's investiert. Moment! Genesung??! Genau, denn Shepard wurde vor 2 Jahren von einem gewaltigen Schiff attackiert. Die Normandy hatte keine Chance. Beim letzten vorbildlichen Versuch seinen Piloten Joker zu retten, stirbt er, da er durch ein Loch in das Weltall gerissen wird.
Was eigentlich das Ende seien sollte, ist hier aber der Anfang von Mass Effect 2. Durch ein Team unter der Leitung von Miranda Lawson, einer neuen Protagonistin in Mass Effect 2, soll Shepard wieder ins Leben zurückgeholt werden. Unter Aufwand gelingt das auch, doch seine Station wird angegriffen....
Der Anfang
Shepard steht auf... seine Knochen schmerzen. Die Wunden sind noch nicht verheilt. Eine Stimme befiehlt ihn, sich die Pistole im gegenüberliegenden Schrank zu holen, er habe nicht mehr viel Zeit. Schwer müht er sich auf. Er irrt durch die Hallen und sofort nach einen Blick ins obligatorische Gruppen-Menü fällt auf, dass die Fertigkeiten arg beschnitten wurden. Optionen wie "Überreden" fallen komplett weg, stattdessen kann man nur wenige Kampf-Fertigkeiten skillen, die nach 4 Punkten in 2 neue münden, die sich allerdings nicht stark von einander unterscheiden. Man merkt es jetzt schon: Mass Effect 2 ist die Action gross geschrieben. Das Rollenspiel kommt zwar auch ab und zu durch, allerdings in viel zu kleinen Ansätzen.
Nachdem man von der Station entkommen ist, geht alles ganz schnell.
Der Unbekannte stellt einen die Normandy SR2 zur Verfügung, ein deutlich verbessertes Schiff. Mit Miranda und Jacob, ein ehemaliger Allianzler der sich Ceberus angeschlossen hat, suchen wir nach unseren ehemaligen Verbündeten. Denn nach unseren Tod hat niemand mehr die Crew zusammen gehalten. Und außerdem kann man nicht alle ehemaligen Teammitglieder wieder rekrutieren. Natürlich gibt es Neulinge, die sie ausgleichen, aber sie haben nicht den selben Charme. So ist z.B. Wrex nicht mehr als Squad-Mitglied zu haben, und auch einige Andere wollen nichts von uns wissen. Wer also auf "Friede-Freude-Eierkuchen"-Tour seine alte Crew haben wollte, der wird ME2 wohl hassen.
Das Gameplay
Dennoch geht es wohl vordergründig nach selben Strukturen. Der Unbekannte gibt uns ab und zu ein paar Aufträge, die besonders in der Mitte an Reiz verlieren, wir suchen neue Teammitglieder, erfüllen Missionen für sie und lösen Streitereien zwischen ihnen. Meist muss man sich zwischen einen von ihnen entscheiden, was den anderen illoyal macht. Es gab allerdings nie DEN großen Krach, wo jemand z.B. seine Sachen gepackt hat und nach Hause gegangen ist. Nebenher ist das Illoyal-Normal-Loyal System sehr unausgereift. Man macht eine Mission für sie sind sie sofort loyal, entscheidet man sich nicht in Streitigkeiten für sie, sind sie illoyal.
Man kann in Streitigkeiten durch sein Charisma (oder seiner Aggressionen) zwar auch beide Seiten versöhnen, allerdings geht das, wegen den Begrenzten Vorbild/Abtrünnigen Punkten, die man sammelt, zu spät. Diese resultieren daraus, was man macht. Erschiesst man die Kroganer einfach bevor sie ihre Waffen gezückt haben oder versucht man es auf die friedliche, aber scheinbar aussichtslose Tour? Löscht man eine ganze Spezies aus, damit sie zu 100& keine Bedrohung mehr für die Menschheit darstellt?! Verschenktes dynamisches Potenzial: Die Entscheidungen, von denen es auch in Mass Effect 2 wieder eine Menge gibt (wenn auch ca. 90% von ihnen keine weitreichenden Folgen haben) , haben keinerlei Einfluss auf den Status der Crewmitglieder gegenüber Shepard.
Die Technik
Das Abenteuer ist auf der PS3 insgesamt runder ausgefallen, was auch daran liegt, dass hier die neue Engine benutzt wurde, die auch in Mass Effect 3 zu Einsatz kommen soll. Die Animationen laufen ingesamt flüssiger ab, auch Gefechte spielen sich angenehm. Durch die Tastenbelegung der Kräfte in den pausierbaren Kämpfen kann man schnell und beinah schon Gears of War-mäßig spielen. Die 4 Schwierigkeitsgrade - Leicht, Normal, Veteran und Wahnsinnig - sind allesamt zu meistern. Nur während Wahnsinnig war ich gezwungen meine Crewmitglieder, von denen ich immer nur 2 auf die "Es gibt nur ein Ort zum Anfliegen"-Planeten mitnehmen darf, exakt und strategisch anzuweisen was sie zu tun haben. Das ist nicht zuletzt auch dadurch ermöglicht, dass man den Gruppenmitgliedern sagen kann, wie sie sich zu verhalten haben. Außerdem kann man mit den Steuerkreuz-Tasten exakte Positions-Bestimmungen abgeben.
Fazit
Insgesamt ist die PS3-Version von Mass Effect 2 noch ein Tacken besser, als die für PC und Xbox 360, was nicht zuletzt an der neuen Engine und den kostenlosen DLCs liegt. ME2 ist ein gelungenes Action-Rollenspiel mit flüssigen Kämpfen, spannender Story und überraschenden Charakteren!
Pro:
- interessantes Universum
- starkes Missionsdesign
- spannende Nebenquests
- hohe Spielzeit
Kontra:
- lahme Hauptstory
- Kräfte als fast nutzloses Feature
- die Interaktion unter den Teammitgliedern kommt leider zu kurz
Fazit:
Bioware ist dafür bekannt, große Rollenspiele zu machen. Und dazu gehört auch immer eine fantastische Welt. Auch bei Mass Effect 2, dem Sci-Fi-Action-Rollenspiel ist eine komplexe Welt vorhanden mit unterschiedlichen Völkern, Orten und Planeten. Die verschiedenen Alienrassen haben untereinander ihre Probleme (was zwischen den eigenen Crew-Mitgliedern leider nie so zum Ausdruck kommt) und unzählige vertonte Dialogzeilen runden die Geschichte ab und vertiefen einen in die Welt.
Zu jeder Rasse, zu jedem Planeten, zu den Waffen und noch zu allem möglichen Dingen gibt es im Kodex ausführliche Informationen, die man vertiefend lesen kann (aber nicht muss). Allerdings kann man nicht nachlesen, was in Teil 1 passiert ist, was angesichts der vielen Erwähnungen von vorangegangen Dingen durchaus wünschenswert gewesen wäre. Zwar gibt es den interaktiven Comic zur Vorgeschichte, allerdings startet der nicht unmittelbar, wenn man ein neues Spiel startet, was nicht gerade benutzerfreundlich ist.
Typisch für Bioware-Spiele ist, wie eingangs erwähnt, dass sie Rollenspiele sind. Das merkt man Mass Effect 2 allerdings nicht wirklich an. Man steuert seinen Charakter, der sowohl männlich als auch weiblich sein kann, durch schlauchartige Levels, sucht hinter Gegenständen Deckung und schießt auf den Gegner. Auf diese Weise gleicht das Spiel eher einem "Gears of War" als einem Rollenspiel. Es gibt zwar verschiedene Kräfte wie Schwerelosigkeit, deren Einsatz aber auf den niedrigeren Schwierigkeitsstufen nicht wirklich notwendig ist. Am Anfang können sie noch ganz hilfreich sein, vor allem gegen schwere Gegner, aber im Laufe des Spiels kann man sich so gute Waffen, Munition und Rüstung leisten, so dass ich die Kräfte fast als wertlos einstufen will.
Aber auch wenn Mass Effect 2 kein Rollenspiel ist, ist es doch ein gutes Actionspiel. Die Welt ist stimmig, die Levels sind interessant und die Geschichten über die Teammitglieder und deren Völker, die neben der Hauptgeschichte spielbar sind, machen Spaß und motivieren zum Spielen der Nebenquests. Die Hauptgeschichte ist dagegen ein bisschen lahm und rückblickend auch ziemlich kurz.
Überzeugend ist dagegen das Design der Missionen. Man spielt nicht nur in endlosen grauen Gängen, die man auf Raumschiffen all zu oft zu sehen bekommt, sondern man ist auf großen Städten und Raumstationen, kämpft auf grünen Planeten und auf einem in der Atmosphäre fliegendem Raumschiff. Obwohl das Gameplay immer das selbe ist (Deckung-Schießen-Laufen), wird das Spiel auch durch kleine nette Abwechslungen aufgelockert. So muss man zum Beispiel auch einen Mord aufklären.
Wenn man eine stimmige, interessante Welt erleben möchte und zugleich auf Action steht, dem kann man definitiv zu diesem Spiel raten. Ein Rollenspiel von Bioware darf man hier aber auf keinen Fall erwarten, sonst wird man stark enttäuscht.